ÖKOLOGISCHES HAUS MIT NACHHALTIGEN KÜCHEN, THERWIL

ÖKOLOGISCHES HAUS MIT NACHHALTIGEN KÜCHEN

Die Hülle aus Holz, die Wärmedämmung aus Stroh, der Innenverputz aus Lehm: Das Mehrfamilienhaus am Dorfrand von Therwil ist ganz mit natürlichen Materialien gebaut und erfüllt die höchsten ökologischen Ansprüche. «Wir haben bewusst auf eine kontrollierte Lüftung verzichtet. Trotzdem geht die Ökobilanz einen bedeutenden Schritt weiter als der Minergie-P-Standard mit Eco-Zusatz», sagt Michael Müller vom Architekturbüro Degen Hettenbach Müller. Der Kanton Baselland hat den «beispielhaften Bau» mit Fördergeldern unterstützt.

ISOLATION MIT STROH
Das Mehrfamilienhaus zeichnet sich aus durch einen enorm niedrigen Energieverbrauch und nachwachsende Materialien aus der nächsten Umgebung. Die Strohballen, mit denen das Haus isoliert ist, stammen aus der Nachbargemeinde. Sie wurden so konsequent eingesetzt, dass das Haus in Therwil zur Zeit das grösste mit Strohballen gedämmte Haus in der Schweiz ist. Das Material für die Lehmwände konnte teilweise aus der Baugrube des Grundstücks entnommen werden. Geringe Transportwege brauchte auch das Holz, mit dem die Grundkonstruktion des Hauses sowie diverse Wand-, Boden- und Deckenelemente gebaut sind.

KEINE FRAGE - FORSTER
Die Wahl der Küche war für den Architekten keine Frage – auch aus ökologischen Gründen. «Wir empfehlen immer wieder Forster Küchen. Das Material Stahl ist jederzeit rezyklierbar, das Füllmaterial ist aus Kartonwaben. Dazu kommt die enorm lange Haltbarkeit. Eine Forster Küche lässt sich auch nach 20 Jahren problemlos umbauen, ohne dass man sie herausreissen muss.»

Die Stockwerkeigentümer, die schon während der ganzen Bauphase mitreden konnten, haben die Küche ganz nach ihren individuellen Vorstellungen gestaltet. Die Farbwahl, die Art und Weise der Zusatzmöbel, aber auch die je eigenen Atmosphären der Küchen machen dieses aussergewöhnliche Bio-Haus erst recht lebendig.

Marcel und Sigrun Dürr-Eggertsdottir wählten für ihre Küche Rot, um einen mutigen und farbenfrohen Akzent zu setzen. Ähnlich dachten Karin Spiegelberg und Christian Elsässer: «Die Farbe Gelb bringt das Weiss der Küche besser
zur Geltung und hebt es gleichzeitig von den beigefarbenen Wänden ab.» Für den Stehbar-Tisch bei der Kücheninsel und die Küchenabdeckung entschieden sie sich aus ästhetischen Gründen für Eichenholz.

Graziella Burri und Benedikt Rotach haben Freude an ihrer Kochinsel. «Wir wollen beim Kochen im direkten Kontakt mit den Gästen sein und ihnen nicht den Rücken kehren.» Mit der Wahl der Farbe nehmen sie den Beigeton der Wände und des Kalkmörtelbodens nahtlos auf. «Auch wegen des zentralen Eichentischs im Wohnraum achteten wir darauf, die Küche in farblicher Hinsicht dezent zu halten.»

«Im Loft-ähnlichen Raum mit Küche und Wohnen sollte die Küche nicht zu dominant sein, aber doch ihre Präsenz haben», überlegten sich Gisela Burkhalter und Markus Kohler bei der Ausstattung und Gestaltung. Sie schätzen die Stabilität und den zeitlosen Charakter ihrer Küche. «Sie ist kompakt und bewährt sich in der Praxis.»